Süderelbe Archiv

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Aktuelles aus dem Süderelbe-Archiv

Herzlich willkommen auf unseren Seiten!

Für Fragen und Anregungen erreichen Sie uns unter der E-Mail-Adresse info@suederelbe-archiv.de.

Wir sind auch während der anhaltenden Covid-19/Coronavirus-Pandemie für Sie per E-Mail erreichbar und unterstützen Sie bei Recherchen und Fragen. Wir leiten Ihr Anliegen auch gern an unsere Kooperationspartner oder an Archive, Museen und Bibliotheken weiter.


Aufgrund der Covid-19/Coronavirus-Pandemie und der Allgemeinverfügung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg zu ihrer Eindämmung vom 15. März 2020 können Veranstaltungen weiterhin nur unter Auflagen und in zahlenmäßiger Beschränkung stattfinden. Im November setzen wir aufgrund der neuerlichen Anordnung (ab Mo, 2.11.) zur Schließung von kulturellen Einrichtungen für Veranstaltungen mit Publikum unsere Veranstaltungen aus bzw. verlegen sie ins Digitale. Bitte beachten Sie dazu die Anmerkungen bei der jeweiligen Veranstaltung - vielen Dank!

Stand: 2. November 2020


Themenabende und Themennachmittage 2020

Ab Oktober konnten wir wieder Veranstaltungen für einen begrenzten Teilnehmerkreis unter Einhaltung der inzwischen bekannten Hygienemaßnahmen anbieten. Geplant waren für November - vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen aufgrund des Covid-19-Infektionsgeschehens - noch die unten stehenden Termine. Der Vortrag von Anna Hájková wird nun digital stattfinden.

Sonntag, 15. November 2020, ab 15:30 Uhr - Vortrag ONLINE

Vortrag von Anna Hájková (Historikerin, University of Warwick, UK) „Alltag eines Hamburger KZ – Nachdenken über das Frauenlager in Neugraben”

Dr Anna Hájková berichtet über aktuelle Ergebnisse ihrer Forschung, die ein neues Licht auf die Häftlingsgesellschaft werfen: über die sozialen Hierarchien im Lager, die Rolle der Lagerältesten, sexuelle Gewalt und sexuellen Tauschhandel und die Interaktionen zwischen dem Wachpersonal und den jüdischen Frauen. Diese Ergebnisse bettet sie in eine Analyse der Demographie der gefangenen Frauen ein.

Anna Hájková, Associate Professor of Modern European Continental History, lehrt und forscht an der University of Warwick in England. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sie publiziert u.a. zur jüdischen Alltagsgeschichte des Holocaust.

(Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.)

Informationen zu Dr Anna Hájková auf der Website der University of Warwick

Diese Veranstaltung wird unterstützt durch die „Lokalen Partnerschaften für Harburg und Süderelbe“.

Bitte melden Sie Ihr Interesse unter info@suederelbe-archiv.de bis zum 13.11.2020, 15:00 Uhr bei uns an. Wir senden Ihnen dann den Link für die Einwahl in die Konferenz zu. - Die Teilnahme an dem Vortrag ist für Sie kostenlos. Vielen Dank für Ihr Interesse!

Bitte beachten Sie: die Veranstaltung am 19. November kann nicht in der geplanten Form stattfinden. Wir werden sie auf einen späteren Termin verschieben müssen, den wir gesondert bekanntgeben.

Donnerstag, 19. November 2020, ab 16.30 Uhr (abgesagt - wird auf einen späteren Termin verlegt!)

Workshop und Vortrag – Projektgruppe des Gymnasium Süderelbe - Das KZ-Außenlager nebenan – Gedenken an 500 jüdische Frauen.

Im Anschluss an einen einführenden Vortrag soll in Kleingruppen erarbeitet werden, wie die Erinnerung an das Lager und die dort inhaftierten Frauen und Mädchen erhalten werden kann.

Die Veranstaltungen finden im JoLa, Am Johannisland 2, 21147 Hamburg statt. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail oder Telefon (Kulturhaus: 040-7967222). Gern können Sie sich per E-Mail nach dem aktuellen Stand - findet die Veranstaltung statt? - erkundigen.


Vorschau auf 2021

März 2021:

Der Harburger Blutmontag 1920. Widerstand gegen den Kapp-Putsch in Hamburg

1919/1920 kämpfte die neue, sozialdemokratisch geführte deutsche Reichsregierung mit den Folgen des Ersten Weltkriegs. Sie bekam dabei nur die Unterstützung eines Teils der deutschen Gesellschaft, denn es gab immer noch große Gruppen, alte Eliten, die den Idealen einer Standesgesellschaft, einer Monarchie oder gar Militärdiktatur anhingen. Diese Gruppen scheuten auch vor Umsturzversuchen wie dem Kapp-Putsch nicht zurück.

Am 15. März 1920 kam es in diesem Zusammenhang in Harburg zu einer blutigen Auseinandersetzung in der damaligen Mittelschule in der Woellmerstraße, die 25 Menschen das Leben kostete. Der Konflikt endete mit einem Sieg der verfassungstreuen Kräfte, getragen von der Solidarität und Unterstützung der Arbeiterschaft. Allerdings ergaben zehn anschließende Prozessjahre keine klare Schuldzuweisung.

Die Nationalsozialisten nutzten nach 1933 den Tod des beim Harburger Konflikt umgekommenen Anführers der Aufständischen, Hauptmann Rudolf Bertold, eines Fliegerhelden des Ersten Weltkriegs, und stilisierten ihn in jährlichen Trauerfeiern - die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs anhielten, zum Märtyrer des demokratiefeindlichen Umsturzversuchs.

Der Vortrag wird von Ines Sulzbacher und Gerhard Weiss gestaltet.

Im ersten Halbjahr 2021:

Themenabend “Leben und Arbeiten der Frauen im niedersächsischen Fachwerkhaus - im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts”

Die Referentin, Frau Dr. Inge Buggenthin, Volkskundlerin und Pädagogin aus Hollenstedt, wird die oft mühselige Arbeit der Frauen im von Handarbeit geprägten bäuerlichen und landhandwerklichen Alltag veranschaulichen.


Der Eintritt zu unseren Themenabenden ist frei, Spenden für unsere Arbeit sind uns willkommen.


Stadtteilrundgänge

Unseren bereits bewährten

Rundgang durch den Dorfkern Neugrabens

wollten wir eigentlich im Mai diesen Jahres anbieten, doch auch hier mussten wir pausieren. Zurzeit ist offen, wann wir dazu - mit einer Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen - einladen können. Wir werden Sie an dieser Stelle darüber informieren und rechtzeitig dazu einladen.

Heiner Schultz’ traditioneller

Gedenkgang über das Gelände des ehemaligen Außenlagers des KZ Neuengamme am Falkenbergsweg in Neugraben

konnte nicht stattfinden. Statt dessen hat er einen Text eingesprochen, der auf der Website der SPD-Fraktion Harburg veröffentlicht wurde und den Sie hier abhören können.

Wir hoffen, dass wir den Rundgang im nächsten Jahr, also zum 15. April 2021, wieder anbieten können.


Offener Treffpunkt (in der Bücherhalle Neugraben)

Bis auf Weiteres ausgesetzt - wir sind per E-Mail erreichbar und können auf Anfrage das Archiv in Einzelterminen zugänglich machen.

Ebenfalls auf Anfrage geben die Mitglieder der Geschichtsgruppe gern Auskunft zu den Beständen und unterstützen Interessierte bei Recherche-Anfragen.


Aufruf - Ihre Dokumente, Ihre Geschichte

Wir sammeln und archivieren historische Fotos, Karten, Bücher, Zeitungen und Berichte von Zeitzeugen aus den Ortsteilen Altenwerder, Cranz, Hausbruch, Francop, Neuenfelde, Neugraben-Fischbek und Moorburg des Süderelbegebietes.

Kennen Sie Zeitzeugen (oder sind Sie selbst Zeitzeuge oder Zeitzeugin) die für die Aufzeichnung von Gesprächen zur regionalen Geschichte der Süderelberegion zur Verfügung stehen?

Besitzen Sie Dokumente oder Gegenstände - aus der eigenen Familie oder aus einem aktuellen Nachlass, die Aufschlüsse zur Geschichte der Süderelberegion geben können?

Von besonderem Interesse für uns sind die Zeit zwischen beiden Weltkriegen, die NS-Zeit 1933-1945, Kriegs- und Nachkriegszeit sowie die Entwicklung Neugrabens und seiner Nachbardörfer zum urbanisierten Vorort Hamburgs.

Kontaktieren Sie uns gern per E-Mail und machen Sie einen Termin aus - oder kommen Sie zu unseren Offenen Treffpunkten! Wir freuen uns auf Ihre Geschichte.

Dia-Schau in der Bücherhalle Neugraben

In der Archiv-Ecke der Bücherhalle laufen auf dem digitalen Bilderrahmen Präsentationen zur Geschichte der Region Süderelbe. Die Öffnungszeiten der Bücherhalle finden Sie hier.